Vor der Anschaffung von Wachteln sollte man sich über einige Punkte im Klaren sein:
Wenn alle diese Punkte das ganze Jahr über erfüllt werden können, steht einer Wachtelhaltung nichts mehr im Wege.
Für die Unterbringung der Wachteln eignen sich verschiedene Arten sehr gut. Unter anderem in einer Voliere, gemeinsam mit anderen Ziervögeln oder in Stallungen etwa für Kaninchen oder Meerschweinchen. Die Variante in Käfigen, kommt für den Hobbyhalter weniger in Frage. Züchter, die Wachteln gewerblich halten, wählen in den meisten Fällen die Käfighaltung, weil diese am kostengünstigsten und einfachsten ist.
Unabhängig von der Art der Unterbringung sind folgende Punkte, egal für welche Haltungsart man sich entscheide:
Möchte man Wachteln ein Freigehe im Gras anbieten möchte, muss unbedingt über dem Auslauf ein Netz gespannt werden, weil die kleinen Hühnervögel schnell wegfliegen.
Außerdem dürfen Wachteln nicht alleine gehalten werden. Über einen kurzen Zeitraum kommt es noch zu keinem Problem eine Wachtel alleine zu halten, aber nach ein paar Wochen zeigen die Tiere Verhaltensstörungen.
Die Wachtelhaltung im Haus oder der Wohnung ist möglich, aber nicht zu empfehlen (Staub- und Geruchsbildung!)
Wie alt eine Wachtel wird, hängt ganz stark von der Haltung ab. In Massenbetrieben werden Wachteln ca. ein Jahr alt. Bei Hobbyzüchtern in guter Pflege können Wachteln durchaus sechs Jahre oder älter werden. Es ist aufgefallen, dass der Zweitnutzungstyp länger lebt als die Fleischwachtel.
Über das tiergerechte Platzangebot lässt sich oft streiten. Pro m² sollten aber nicht mehr wie 6 Wachteln gehalten werden.
Bei der Einstreu gibt es mittlerweile ein großes Angebot. Nicht alle Einstreuarten haben sich aber bei mir bewiesen, weshalb ich folgende drei empfehlen kann:
Voliere/Stallung
Vorteile:
Nachteile:
(Gitter)Käfige
Vorteile:
Nachteile:
Japanische Legewachteln können problemlos auch über den Winter draußen gehalten werden, bis zu -20° C
Allerdings sollte ein Bereich, z.B. das Schutzhaus isoliert sein, sodass die Temperaturen nicht zu oft unter fünf bis zehn Grad fallen. Auf den Seiten an denen Volierendraht angebracht ist, sollten diese mit Plexiglasplatten verschlossen werden, um Zugluft und Regen/Schnee im Stall zu vermeiden.
Im Winter tritt sehr schnell die Gefahr ein, dass das Wasser einfriert und die Wachteln nichts zu trinken haben. Hierfür eignet sich spezielle Wärmeplatten, die man unter die Tränke stellt. Alternativ gibt es Heizkabel für Tränken.
Vor dem Winter ist es ratsam den gesamte Stall / die gesamte Voliere auf "Schlupflöcher" zu untersuchen. Schadnager wie Mäuse oder Ratten suchen vor dem Winter Unterschlupf. Diese unerwünschten Gäste gilt es zu vermeiden im Stall zu haben!
Es ist möglich Wachteln mit anderen Tierarten gemeinsam in einem Stall unterzubringen. Man sollte jedoch beachten, dass jedes Tier sein eigenes Revier hat und dies gerade zur Zeit der Zucht verteidigen wird. Ein großes Platzangebot ist hier die Voraussetzung.
Am besten funktioniert die gemeinsame Haltung mit Vögeln in Volieren, die den oberen Bereich der Voliere nutzen können. Sie Brüten nicht am Boden, sondern in erhöhten Nesten, wo die Brut nicht gestört wird.
Mit Kaninchen oder Meerschweinchen kommt es meistens zu Problemen, da sich die Tierarten zu unterschiedlich sind. Mit kleineren Hühnern ist es hingegen einfacher.
Wie bereits erwähnt ist ein ausreichendes Platzangebot wichtig, damit sich die Tierarten aus dem Weg gehen können. Eine Beobachtung am Anfang der Vergesellschaftung ist unabdingbar, um bei zu heftigen Revierkämpfen einschreiten zu können!
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